Marmarameer



Das britische Industriezentrum liegt im schottischen Aberdeen. Die schottische Wirtschaft befand sich in den er Jahren im Rückgang, und ein starkes Argument gegen eine schottische Unabhängigkeit war, dass Schottland allein ökonomisch nicht überlebensfähig wäre. Zusammen mit der Adria ist das Marmarameer das Gebiet mit der höchsten Primärproduktion im vergleichsweise nährstoffarmen östlichen Mittelmeer. Ab begannen auch erste Explorationsbohrungen in Dänemark. Bei dem Unglück, bei dem 43 Menschen starben, liefen insgesamt

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Im deutschen Sektor befinden sich nur zwei Plattformen, es handelt sich bei ihm um den am wenigsten erschlossenen Sektor in dieser Hinsicht. Die Zahl der Regierungen, die einen wirtschaftspolitischen Kurs von Liberalisierung und Privatisierung verfolgten, stieg. Die Finanzmärkte wurden volatiler, der Druck auf Energieunternehmen wuchs.

Diese reagierten durch Fusionen und Zusammenschlüsse. BP war damals der wichtigste Produzent im britischen Sektor, während Amoco sich vor allem auf der norwegischen Seite der Nordsee etabliert hatte. Ähnlich verhielt sich die Situation beim nächsten Zusammenschluss: Exxon war ein bedeutender Player im britischen Sektor, während Mobil sich auf den norwegischen Teil der Nordsee konzentriert hatte.

Norwegen und Dänemark sind dabei Netto-Exporteure, während das Vereinigte Königreich das erste Mal seit wieder mehr Erdöl importieren musste, als es exportieren konnte. Seitdem die zentrale Nordsee als erschlossen gilt und dort keine Funde mehr erwartet werden, beginnen die Ölfirmen sich in Richtung des Kontinentalhangs und damit in tieferes Wasser zu orientieren.

Es dauerte allerdings, bis BP das Foinaven -Feld und damit das erste Tiefwasserfeld der Nordseeregion entdeckt hatte. Kurz darauf folgten Schiehallion und Loyal. Ebenfalls müssen nicht mehr rentable Infrastrukturen abgebaut werden und Bohrlöcher sicher verschlossen werden. Im britischen Teil der Nordsee müssen beispielsweise ca. Insgesamt wird von Gesamtkosten zwischen 70 und Mrd. Der Nordseeboden ist weitgehend entlang des Mittellinienprinzips aufgeteilt, nach dem die Grenzen am Meeresboden auf einer gedachten Mittellinie zwischen zwei Küstenstaaten liegen.

Eine Ausnahme bildet der deutsche Bereich, zu dem der zusätzliche Entenschnabel gehört und der so bis in die Mitte der Nordsee reicht. Nachdem unter der Nordsee Bodenschätze gefunden wurden, nahm Norwegen die Rechte der Continental Shelf Convention für sich in Anspruch, der sich die anderen Staaten anschlossen. Zwischen den Niederlanden, Deutschland und Dänemark wurde der Boden nach langwierigen Auseinandersetzungen und einem Spruch des Internationalen Gerichtshofs [17] anders verteilt, da Deutschland aufgrund der Form seiner Küste sonst nur einen sehr kleinen Teil Boden im Verhältnis zur Küstenlinie bekommen hätte.

Obwohl alle fünf Förderstaaten westliche Demokratien sind, vier davon EU-Mitglieder, und sie in diversen anderen internationalen Organisationen zusammenarbeiten, gibt es bisher kaum internationale Kooperation zwischen den Regierungen.

Bisher gab es für jeden Einzelfall einen eigenen Vertrag. Einige Blöcke sind in Unterblöcke unterteilt. Die Regierung vergibt Lizenzen in periodischen mittlerweile jährlichen Zeitabständen, zur Förderung neuer Firmen schreibt die Regierung teilweise Promotionslizenzen aus, die leichtere Bedingungen enthalten als bei der normalen Vergabe.

Staatliche Einflussnahme gab es nur über die Regulierung und traditionell enge Beziehungen zwischen dem britischen Staat und einzelnen Akteuren wie BP. Das britische Industriezentrum liegt im schottischen Aberdeen. Die erste fand statt, bis ins Jahr hatten insgesamt 20 Runden stattgefunden.

Das Zentrum der norwegischen verarbeitenden Industrie liegt in Stavanger ; die erste Ölfirma siedelte sich ironischerweise in einer unrentabel gewordenen Heringsfabrik an. In Norwegen ist die Förderung mittlerweile so organisiert, dass Design, Bau und Aufbau der Ölplattformen von unabhängigen Unternehmen geleistet wird, die dann das fertige Ölfeld an die eigentlichen Ölförderer übergeben.

Im Fall der Gulfaks-Plattform beispielsweise schrieb Statoil insgesamt 1. Die südlichen Ausläufer des öltragenden Spaltensystems reichen bis in den dänischen Sektor hinein. Hier finden sich Quellgesteine aus dem Oberjura , die lokal auch Reservoire in darüberliegender Kreide und in Sandstein aus dem Paläogen gebildet haben.

Insbesondere die in Schichten der Kreide enthaltenen Vorräte sind nur aufwändig zu fördern. Unternehmen können sich jährlich für eine bestimmte Konzession bewerben. Ölproduktion im dänischen Sektor findet seit statt. Die Gasförderung begann und wird gegen ihren Höchststand erreichen. Schätzungen gehen davon aus, dass diese Fördermenge bis etwa aufrechterhalten werden kann. Die Niederlande und Deutschland haben ein gemeinsames Feldmuster.

Das Hauptfördergebiet der Niederlande besteht aus tiefliegender Kohle des Karbon, die durch einen natürlichen Verkokungsprozess in Gas umgewandelt wurde. Das Gas stieg auf und setzte sich in höherliegenden Gesteinsschichten aus dem Perm und teilweise Sandstein aus der Trias ab.

Salzschichten aus dem Perm bildeten oft einen Abschluss nach oben. Die niederländischen Regierungen verfolgten von Anfang an eine Politik des langsamen Verbrauchs. Die Unternehmen produzierten weit weniger Gas, als technisch und ökonomisch möglich gewesen wäre, um den Bestand der Vorräte länger zu erhalten.

Die Gesteinsschichten, die im niederländischen Sektor Gas beinhalten, setzen sich weiter nach Osten fort und liegen auch unter Deutschland. Hier allerdings handelt es sich um schon lange erschlossene Festlandsvorräte. Diese Vorräte sind vergleichsweise klein und haben keine Auswirkungen auf den internationalen Ölmarkt. Die Kosten für den Markteintritt sind selbst für die kapitalintensive Branche sehr hoch.

Die Umweltbedingungen insbesondere in der nördlichen Nordsee stellen hohe Anforderungen, Sicherheits- und Umweltstandards in europäischen Gewässern sind vergleichsweise hoch, und das Risiko, nichts zu finden, ist im Vergleich zu anderen Öl- und Gasgebieten hoch. Die Summen müssen einige Jahre bereitgestellt werden, bevor ein Feld ausreichend produziert, um kostendeckend und dann mit Gewinn zu arbeiten, [24].

Aufgrund der Randbedingungen waren die Förderoperationen in der Hochzeit des Nordseeöls Ende der er Jahre vergleichsweise konzentriert. Zwar hielten allein im britischen Sektor insgesamt Unternehmen Lizenzen, nur 75 davon produzierten tatsächlich Gas oder Öl. Seit den späten er Jahren sind zwei gegenläufige Trends erkennbar: Auf der anderen Seite bieten die technisch anspruchsvolleren Bedingungen auch zahlreiche Möglichkeiten für hochspezialisierte kleinere Unternehmen, die bestimmte Nischen besetzen können.

Während sich im britischen Sektor seit zahlreiche kleinere Unternehmen etablieren konnten, hat im norwegischen Sektor seit eine Zentralisierung stattgefunden. Die Ölförderung in der Nordsee ist vergleichsweise aufwändig. Das Wetter der Nordseeregion stellt hohe Anforderungen an das Material. Ein dominantes Hoch über den Azoren und ein dominantes Tief über Island sorgen für instabiles Wetter. Offshore-Bauarbeiten sind so nur in den Sommermonaten möglich. Die Öl- und Gasvorräte befinden sich meistens mehrere Kilometer unter dem Meeresboden.

In der Nordsee befindet sich nur eine internationale Pipeline für Rohöl. Weit umfangreicher ist das Gasnetz. Allein von den norwegischen Bohrinseln aus liegen 8. Auswirkungen auf die Umwelt durch die Öl- und Gasförderung manifestieren sich in zwei verschiedenen Formen. Zum einen ist da starke, aber zeitlich begrenzte Verschmutzung, wie sie durch vereinzelte Katastrophen zustande kommt, zum anderen gibt es langfristige Effekte.

Diese sind quantitativ deutlich geringer als konkrete Katastrophenfolgen, dauern jedoch teilweise über Jahrzehnte an. Im April flossen Der Öltanker Braer sank vor Shetland, die See war aber so schwer, dass der Seegang das Öl so gründlich im Wasser verteilte, dass nur minimale Umweltschäden feststellbar waren.

Jährlich gelangen durch die Förderung etwa 9. Der letzte ereignete sich am August , erreichte an der Nordküste des Golfs eine Höhe von 2,50 Metern und wurde durch das Erdbeben von Gölcük am Nordarm der Nordanatolischen Verwerfung ausgelöst.

Zusammen mit der Adria ist das Marmarameer das Gebiet mit der höchsten Primärproduktion im vergleichsweise nährstoffarmen östlichen Mittelmeer. Beide Regionen sind durch bedeutende Wasserzuflüsse aus Flusssystemen gekennzeichnet, die starke Strömungen und starke jahreszeitliche Veränderungen im Wasserhaushalt mit sich bringen. Beides sind Faktoren, welche die Primärproduktion anregen. So liegt auch die davon abhängige Produktion von Zooplankton im Marmarameer bei Abgesehen von einigen Tiefseearten, den Arten tropischer Lebensräume und einigen subtropischen Arten kommen alle taxonomischen Gruppen des Atlantiks auch im Marmarameer vor.

Als Barriere bildet es die Verbreitungsgrenze zwischen warmwasserliebenden Meeresbewohnern des Mittelmeeres und an kälteres, salzarmes Wasser angepasste Lebewesen des Schwarzen Meeres.

Andererseits gibt es viele Spezies von Fischen, Vögeln und Meeressäugern, die durch das Marmarameer zwischen Mittelmeer und Schwarzem Meer wechseln und das Marmarameer teilweise nutzen, um sich den anderen Lebensbedingungen anzupassen. Mittlerweile sind alle drei Arten jedoch aufgrund der starken Verschmutzung im Schwarzen Meer vermutlich ausgestorben, die Marmara-Bestände entsprechend gesunken.

Deren Zahl ist in den letzten Jahrzehnten allerdings dramatisch zurückgegangen. Bis waren sie noch häufiges Ziel von türkischen Fischern, seitdem macht ihnen die zunehmende Verschmutzung ihres Lebensraums zu schaffen, der sie unter anderem anfälliger für Epidemien macht. Die kommerzielle Fischerei stellt für sie sowohl eine Gefahr dar, da sie als Beifang enden können, aber auch weil die Überfischung des Meeres ihnen ihre Nahrungsgrundlage raubt.

Das Marmarameer ist komplett von türkischem Staatsgebiet umgeben und gilt rechtlich als türkisches Binnengebiet. Aufgrund seiner Bedeutung für die internationale Schifffahrt unterliegt es wie die anderen Teile der türkischen Meerengen dem abgeschlossenen Vertrag von Montreux. Nach dem Vertrag dürfen alle nicht-militärischen Schiffe das Meer zu jeder Zeit ohne Formalitäten frei passieren.

Dies gilt auch in Kriegszeiten, es sei denn, die Türkei ist im Kriegszustand, dann darf sie ihren direkten Gegnern den Zugang zum Meer verwehren. Kriegsschiffe aus Anrainerstaaten des Schwarzen Meeres dürfen passieren, sofern sie der Türkei acht Tage vor Passage Nachricht erteilt haben, Kriegsschiffe aus anderen Staaten müssen dies 15 Tage im Voraus erledigen.

Die freie Passage ist auf kleinere Schiffe beschränkt. Jahrhunderts unilateral Regeln für die Passage durch die türkischen Meerengen auf.

Ebenso räumte sich die Türkei das Recht ein, den Schiffsverkehr aufgrund klimatischer Bedingungen oder Unterwasserarbeiten in bestimmten Gebieten zeitweise ganz einzustellen. Das Marmarameer ist ein dichtbefahrenes Meer, jährlich finden auf dem Marmarameer etwa Das Marmarameer liegt auf der Strecke zwischen den Ölterminals am Schwarzen Meer und den Europäischen Häfen am Mittelmeer und dem Atlantik, auf der sämtliches Öl aus dem zentralasiatischen Teil Russlands und Aserbaidschans in den Westen transportiert wird.

Für die Türkei selber hat das Marmarameer ebenso überragende Bedeutung als Fernhandelsroute. Weitere 30 liegen am Schwarzen Meer, was auf den meisten Handelsrouten die Passage des Marmarameers notwendig macht. Quer über das Marmarameer fährt eine Vielzahl öffentlich und privat betriebener RoRo-Fähren , die den stark industrialisierten Norden und insbesondere Istanbul mit der asiatischen Seite der Türkei verbinden.

Fischfang im Marmarameer hat eine lange Tradition und reicht mehrere tausend Jahre zurück. Von seiner Bedeutung für die Türkei zwar klar vom Schwarzen Meer übertroffen, liegt das Marmarameer etwa auf einer Höhe mit der Ägäis und weit vor dem Fischfang im offenen östlichen Mittelmeer.

Insgesamt scheint es fast keinen Beifang zu geben, da fast alle gefangenen Fische auch angelandet und verwertet werden. Vermutlich sind die offiziellen Zahlen deutlich zu niedrig, sie lassen mindestens genauso einen Rückschluss auf die Berichterstattungswilligkeit wie auf den tatsächlichen Fischfang zu. Seit den er Jahren fahren Sardellenfischer mit Sonar auf das Meer, seit den ern ist dies im Sardellenfang weit verbreiteter Standard.

Istanbuler Fischer begannen damit, Sonargeräte einzusetzen, die auch andere Fische aufspüren können, was sich insbesondere gravierend auf die Bonito-Fischerei auswirkte. Ebenso trugen die hohen Kosten für ein Sonargerät, das über In den letzten Jahrzehnten hat die Jagd auf den Roten Thun stark zugenommen.

Als mit dieser Methode die Erträge zurückgingen, begann im Marmarameer in den er Jahren die Ringwadenfischerei in den Wintermonaten. Seit den er Jahren begann die türkische Regierung die Ringwadenfischerei durch Kredite und Steuererleichterungen zu fördern, während gleichzeitig im boomenden Japan die Preise für Thunfisch stark anzogen.

In den folgenden Jahren hat sich diese Fangmethode auch in den angrenzenden Gewässern der Ägäis und des östlichen Mittelmeeres ausgebreitet. Die Fangsaison reicht mittlerweile vom Winter bis in den Juni hinein. Während der türkische Thunfischfang sich insgesamt noch ausweitet, ist er aufgrund stark schrumpfender Bestände im Marmarameer dramatisch zurückgegangen.

Der Bestand des Thunfischs ist mittlerweile im gesamten Mittelmeer akut gefährdet. Für die Türkei selber spielt das Marmarameer vor allem als Teil der türkischen Meerengen eine Rolle, für die Türkische Marine gehört das Meer mit zu dem in Istanbul ansässigen Meerengenkommando.

Ebenso nutzt das Land aber auch die vergleichsweise abgeschlossene und geschützte Lage der See gegenüber anderen Ländern, das Trainingskommando hat seinen Sitz in Karamüsel an der Südküste des Meeres, die Marineakademie sitzt in Istanbul an der Nordküste. Um das Marmarameer hat sich fast die Hälfte der türkischen Industrie angesiedelt. Seit den er Jahren führt dies zu einer deutlichen Eutrophierung des Meeres. Während schon in den ern alle Abwässer, die von Istanbul direkt in das Marmarameer geleitet wurden, geklärt waren, war dies nicht der Fall bei Einleitungen in den Bosporus, die ebenfalls wenig später im Marmarameer landeten.

Das starke Bevölkerungswachstum Istanbuls von 2,7 Millionen Einwohnern auf 6,6 Millionen Einwohner begann in den ern die bis dahin bereit gehaltenen Klärmechanismen wirkungslos werden zu lassen. Während noch Während für das Marmarameer eine dreistufige Klärung inklusive einer Stickstoff - und Phosphor -Klärung vorgesehen ist, erachtet die Istanbuler Wasserverwaltung eine einstufige Klärung für Abwässer, die tief unterseeisch in den Bosporus eingespeist werden, für ausreichend.

Immer noch würde über die Hälfte des industriellen Abwassers ungeklärt in das Meer oder darin mündende Flüsse eingeleitet. Dies enthält oft Quecksilber , Blei , Chrom und Zink.

Der vergleichsweise geringe Sauerstoff- und Salzgehalt des Oberflächenwassers begünstigt darüber hinaus Bakterien, während sie die Effektivität natürlichen Abwasserabbaus verlangsamen. Der dichte Schiffsverkehr stellt eine zusätzliche Gefährdung für das Marmarameer dar. Die Schiffe lassen beträchtliche Mengen an Abwässern ab, die das Meer direkt und ungeklärt belasten. Verunreinigungen durch Unglücke im Meer oder im Bosporus können sich monatelang im Meer halten und führen dabei zu dauerhaften Ablagerungen im Sediment.

Obwohl die Lotsengebühren im internationalen Vergleich eher niedrig sind, fahren viele Schiffe ohne Lotsen. Bedeutende Tankerunglücke in den letzten Jahrzehnten fanden und statt. Laut türkischer Presse sei der griechische Kapitän angetrunken gewesen sein. Trümmerteile flogen bei der Explosion über 15 km weit ins Landesinnere.

Bei dem Unglück, bei dem 43 Menschen starben, liefen insgesamt Brennendes Öl lief ins Meer und an die Küste. Die Aufräumarbeiten dauerten mehrere Jahre, Tourismus und Fischerei gingen in den folgenden Jahren um 40 beziehungsweise 25 Prozent zurück. Während kurz nach dem Auseinanderbrechen Tonnen Schweröl in das Meer gelangten und fünf Kilometer Küste verunreinigten, lief der Rest des Öls durch kleinere Lecks bis zum Sommer aus dem Schiff.

Darüber hinaus flossen bei einer Kollision des zypriotischen Tankers Nassia am nördlichen Ende des Bosporus im Jahr insgesamt